Gedanken zur Sommerpause

Mit der Sommerzeit verbinden wir laue Abende, Auszeit vom hektischen Alltag, Reisen und schöne Erinnerungen an eben den Som­mer. Die Fussball-WM ist jetzt für alle vorbei und die Selbstwert stei­gern­den Tattoos vergessen. Gönnen wir uns den eigenen Sommer. Jetzt können wir Zeit haben, nehmen für Gespräche mit den Nächsten und Freunden. Aber bitte nicht be-twittern, ver-WhatsApp-len oder ein Facebook schreiben. Nein, leben im Jetzt, in der Gegenwart mit der realen Welt. Es gibt so Vieles zu Entdecken, ob in der Ferne oder erstaunlicherweise vor der eigenen Haustüre. Wir müssen nur die Augen offen halten und uns Neuem nicht verschliessen. Unsere Berge und Seen laden zum Besteigen oder gedankenverlorenem Betrach­ten ein. Auch ohne Social-Media können wir uns die Ereignisse ein­prägen – die Erinnerungen. Nennen wir diese doch einfach Hirntattoos. Die schmerzen nicht, sind ganz per­sönlich und nur durch uns weiterzu­geben. Aber auch die Hirntattoos verblassen mit der Zeit, deshalb müssen wir auch die pflegen.

Sommerzeit, wieso nicht an einem lauen Abend alte Erinnerungen, pardon Hirntattoos, mit Freunden bei einem kühlen Getränk austau­schen? In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Sommer.

Franz Blättler